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ZIELSETZUNG DER STIFTUNG
Die Stiftung entstand, um das Kulturerbe im Ermland (dem heutigen Warmia) zu schützen und wiederaufzubauen.
Das Gebiet der heutigen Woiwodschaft Ermland-Masuren (Województwo warmiñsko-mazurskie) war jahrhundertelang Schauplatz dramatischer Ereignisse. Es ging mehrmals unter polnische und deutsche Oberherrschaft über. Mehrmals wurde die einheimische Bevölkerung zur Aufgabe ihrer Häuser gezwungen und musste sich - soweit sie nicht den Wirren des Krieges zum Opfer fiel - oft in weit entfernten Ländern ansiedeln. Das historische Bewusstsein wurde auf diesen Gebieten nicht immer gepflegt. Nicht selten wurde mit politischer Absicht die Erinnerung an die früheren Einwohner - auch mit Gewalt - vertuscht. Die Neuankömmlinge haben auf Trümmern der alten Kultur ihre neue Kultur aufgebaut.
Nicht anders hat sich die Lage auch nach den letzten territorialen Umwandlungen gestaltet, die infolge des 2. Weltkrieges eingetreten waren.
Die Abneigung gegenüber den ehemaligen Einwohnern von Ostpreußen wurde durch sozialpolitische Änderungen verstärkt, die jedes Privateigentum, insbesondere von ehemaligen Großgrundbesitzern, ideologisch verdächtig erscheinen ließen. Aus diesen und auch aus anderen Gründen wurde das Kulturerbe dieses Landes zugrunde gerichtet. Alte Landhäuser, Schlösser und Landgüter zerfielen, das Mobiliar ist verschwunden.
Die staatspolitische Änderungen in Polen von 1989 und insbesondere der EU-Beitritt Polens am 01. Mai 2004 gaben Anlass zum erneuten Aufblühen des Interesses an der Geschichte und Kultur dieser Gebiete. Man kann nun auch auf neue Finanzierungsmöglichkeiten für den Schutz und Wiederaufbau des Kulturgutes dieser und auch anderer Landesteile zurückgreifen.
Die Polnisch-Deutsche Stiftung zum Schutze des Kulturerbes im Ermland hat sich zum Ziel gesetzt, materielle Zeugnisse der alten ostpreußischen Kultur zu schützen und wiederaufzubauen.
Dieses Ziel wird durch Bestandsaufnahme der Objekte, deren Absicherung gegen den weiteren Verfall und - nach Möglichkeit - durch deren Wiederaufbau verfolgt.
Das erste Objekt, an dem die Stiftung ihre Ziele umzusetzen plant, ist die Schloss- und Parkanlage in G³adysze (einst Schlodien). Es befinden sich hier Ruinen des Schlosses vom Adelsgeschlecht zu Dohna-Schlodien vom Anfang des 18. Jh.
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